In Folge der Landtagswahl in Sachsen Anhalt müssen wir davon ausgehen, dass der Faschist Ulrich Siegmund dort Ministerpräsident wird. Möglicherweise einer seiner ersten offiziellen Termine: Die Einheitsfeierlichkeiten in Bremen.

Sollte das so kommen, stellt sich die Frage, wie der Gastgeber Andreas Bovenschulte mit einem solchen Gast umgehen wird: Ausladung? Faustschlag statt Handschlag? Wir befürchten er würde als ganz normaler Ministerpräsident empfangen, würde Teil jedes Gruppenbildes und jedes Sektempfangs. In Bovenschulte steckt kein Herbert Wehner.

Und genau solche Bilder würden zeigen, wen die Nation, die da gefeiert werden soll umschließt. Die Menschenfeinde der AfD und ihre Fans sind hier ohne Frage Teil des beschworenen Kollektivs – viele Stärken, ein Land. Diejenigen, die unter ihnen Leiden, sind höchstens vorerst in diesem Kollektiv geduldet. 

Denn im Kern richten sich die Reformen der aktuellen Bundesregierung gegen dieselben, die die AfD in Zukunft noch unverhohlener verfolgen möchte: Geflüchtete und queere Menschen, Menschen mit Behinderung, Wohnungslose und Menschen, die auf Transferleistungen angewiesen sind. Weiterhin alle POCs, Frauen, Arbeiter:innen, unangepasst Lebende und Linke. 

Wir wollen nicht geduldeter Teil des nationalen Kollektivs sein, sondern Teil des Kollektivs, dass die Nation mit ihren Festungsmauern einreißt. For a future to believe in!

Ob mit oder ohne Nazis auf der Party. Es gibt keinen Grund zum Feiern!

Kommt zur Demo gegen Nationalismus, am 2.10. um 18 Uhr, Startpunkt „Am Brill“.