Der politische Standpunkt der AfD: Das Volk und den Staat retten

Oktober 21, 2018 Kommentare deaktiviert für Der politische Standpunkt der AfD: Das Volk und den Staat retten
Wann:
9. November 2018 um 19:00 – 22:00
2018-11-09T19:00:00+01:00
2018-11-09T22:00:00+01:00
Wo:
pin Kommunikationszentrum Paradox,
Bernhardstraße 12
28203 Bremen
Deutschland
Kontakt:
BA

Der politische Standpunkt der AfD: Das Volk und den Staat retten

Eine Veranstaltung mit Referent*innen von den Gruppen gegen Kapital und Nation

Welche Feindbilder die AfD hat und welche politische Forderungen sie in die Welt setzt, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Die AfD sorgt sich um die nationale Identität, sie ist fremdenfeindlich, sie tritt feindlich gegen die etablierten Parteien an, sie ist gegen die EU, sie ist für mehr direkte staatliche Gewalt in vielen Bereichen, sie ist für die traditionelle Ehe-Hetero-Beziehung mit klarer Rollenverteilung, sie tritt gegen den etablierten Feminismus an.
Manche politische Forderungen erscheinen dabei als rechte Verlängerungen der herkömmlichen Parteien. Andererseits ist irgendwie klar, dass die AfD den politischen Standpunkt der bisherigen etablierten Parteien verlässt. Schließlich wirft die AfD den anderen Parteien kein Versagen vor, sondern Verrat.
Auf der Veranstaltung soll versucht werden, den Charakter der Partei besser auf den Punkt zu bringen. Was ist das Wesen, was ist der Kern dieser Partei? Welchen eigentümlichen politischen Standpunkt hat diese Partei? Wie kommt es, dass ausgerechnet eine Partei, die mehr Law&Order will, Rechtstreue und Patriotismus für das Wichtigste halten, also eigentlich Fans mehr direkter staatlicher Gewalt sind, sich über Merkel als eine Diktatorin beschweren? Inwiefern liefert die Demokratie oder die etablierten Parteien für die AfD den fruchtbaren Boden? Inwiefern fördert die derzeitige Entwicklung des weltweiten Kapitalismus und die Staatenkonkurrenz den rechten Standpunkt?
Als nicht unwichtiges Nebenprodukt, werden sich Antworten auf die Frage ergeben, wie man den rechten Standpunkt kritisieren sollte und wie nicht.

“Warten auf den starken Mann…” (OK KID)
Die Zeiten, in denen das gewohnte Übel Neoliberalismus und verräterische Sozialdemokrat*innen waren, über das man als Linksradikale*r täglich schimpfen musste, sind vorbei. Die deutsche Gesellschaft wird politisch zusehends autoritärer und „rechter“.
Das fängt schon im medialen Diskurs an: Das Gerede von Obergrenzen, die Rechten auf der Leipziger Buchmesse, PEGIDA, in der ZEIT wird ernsthaft diskutiert, ob man Geflüchtete in Seenot überhaupt retten solle… Es geht weiter mit dem “starken” Staat, seine neuen Asyl- und Polizeigesetzen. Und es hat seinen – vorläufig – schlimmsten Höhepunkt in bundesweiten Brandanschlägen auf Geflüchtetenwohnungen sowie der Vertuschung und Verharmlosung eines jahrelang mordenden Nazinetzwerks, das auf keinen Fall nur aus drei Verrückten bestand. Dazu zeichnet sich europaweit eine neue “rechte Internationale” ab. Starke Männer scheinen wieder hoch im Trend zu sein.
Also was ist hier eigentlich los?
Viele in der radikalen Linken schwanken zwischen Aktionismus, Ignorieren und Verzweifeln. Aber wir sollten uns nicht „von der eigenen Ohnmacht … dumm machen lassen“ (Adorno).
Deshalb wollen wir mit euch reden – über den Rechtsruck. Klar ist für uns: Die AfD ist nur Ausdruck, nicht Auslöserin der ganzen Scheiße. Aber wo packen wir diesen ganzen Mist an? Kann man wirklich vom Rechtsruck sprechen – ist die Gesellschaft wirklich rassistischer geworden – oder sind die Rassist*innen nur lauter und mächtiger? Muss man über einen drohenden neuen Faschismus sprechen ? Und welche Rolle spielen bei alldem unsere Lieblingsfeinde Staat, Nation, Kapital und Patriarchat?
Lasst uns zusammenkommen, diskutieren, bestärken und kämpfen!

Eine K*schemme-Veranstaltungsreihe.
Die K*schemme ist ein Ort zum Diskutieren, Vernetzen, Schnacken, Organisieren oder vielleicht auch nur zum nett Klönen. Das „K“ im Namen steht für Kommunismus und damit dafür, dass wir eine grundsätzliche Kritik an dieser patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft haben. Das Sternchen soll deutlich machen, dass Kommunismus für uns die Leerstelle für eine ganz andere Gesellschaft ist, in der wir, mit unseren Bedürfnissen, im Mittelpunkt stehen und in der “alle ohne Angst verschieden sein können”. Er muss von uns noch gelebt und gefüllt werden. Vielleicht kann die K*schemme ein winziger Teil davon sein.


Das Plakat der Veranstaltungsreihe


Der Flyer der Veranstaltungsreihe