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Jun
28
Fr
Is mol wedder Tiet förn Klönschnack @ Infoladen Bremen
Jun 28 um 16:00 – 19:00

Is mol wedder Tiet förn Klönschnack…
Du wolltest uns schon immer mal kennenlernen, fragen wie wir eigentlich organisiert sind, was wir so machen und wie du bei uns am besten einsteigen kannst? Oder einfach nur mal nett informell mit uns gemütlich schnacken? Kein Problem!

Am Freitag dem 28. Juni ist wieder Zeit für einen ordentlichen Klönschnack. Zwischen 16 Uhr bis 19 Uhr sind wir bei Kaffee und Tee, Keksen und Cola für dich direkt ansprechbar.
Der Klönschnack ist dabei kein Ersatz für unsere inhaltlichen Veranstaltungsreihen wie z.B. die K*schemme ( http://basisgruppe-antifa.org/wp/kschemme/ ), sondern als Ergänzung gedacht um ungezwungen ins Gespräch kommen zu können.
Wir freuen uns schon auf dich! 🙂

Jul
11
Do
Kick it Like Sweden: Warum Mieter*innen eine Gewerkschaft brauchen @ Kulturzentrum Paradox
Jul 11 um 20:00 – 22:00

Während die Mieten steigen und die Wohnungen vergammeln, haben auch in Bremen immer mehr Menschen das Problem überhaupt eine finden zu können. Die Folge ist die zunehmende Verdrängung von immer mehr Menschen mit geringen Einkommen an den Stadtrand. Von der “Aufwertung” angeblich angesagter Stadtteile wie der vorderen Neustadt oder Walle haben nur die Mieter*innen etwas, die sie sich auch leisten können.
Immer mehr Mieter*innen stehen deshalb im offenen Konflikt mit ihren Hausverwaltungen und Vermieter*innen, schließen sich in Mieter*inneninitiativen zusammen. Der Zuspruch den die bundesweiten Demonstrationen gegen “Mietenwahnsinn” gefunden haben, sind ein Resultat dessen. Einher geht all dies mit einer Debatte um neue, dauerhafte Organisationsformen. Ein Vorschlag lautet: Mieter*innengewerkschaft.

Das Konzept der Mieter*innengewerkschaft besteht darin, das Gewerkschaftsprinzip aus der Arbeitswelt auf des Feld des Wohnens anzuwenden. Wie im Konflikt zwischen Arbeiter*innen und Unternehmer*innen sollen dabei Mieter*innen Interessenorganisationen bilden. Diese sollen dann die Mietbedingungen mit den Vermieter*innen verhandeln. Durchgesetzt werden sollen die Forderungen mit verschiedensten Kampfmitteln, wenn nötig auch mit einem Mietstreik. In Folge sollen die Mietpreise nicht mehr über den Markt bestimmt, sondern im Rahmen einer Tarifautonomie festgelegt werden. Verbunden damit ist auch die Schaffung eines kollektiven Mietrechts, dass ein Recht auf Mietstreik und Mitbestimmungsrechte der Mieter*innen beinhalten soll.
Durch eine Mieter*innengewerkschaft würde zwar nicht das Privateigentum an unseren Wohnungen und der Wohnungsmarkt abgeschafft werden. Sie könnte aber ein nützliches Mittel zur Erkämpfung von besseren Wohnbedingungen sein. Gleichzeitig würde sich das gesellschaftliche Kräfteverhältnis zu Ungunsten des Kapitals verschieben. Es könnten sich so neue Möglichkeiten soziale Kämpfe führen zu können, ergeben.

In Schweden ist dieses Modell schon lange Realität. Erkämpft wurde es von einer Mieter*innengewerkschaft die heute über drei Millionen Haushalte vertritt. In anderen Ländern haben sich in den vergangenen Jahren ebenfalls neue Mieter*innengewerkschaften gebildet. In Deutschland hat sich zumindest eine kleine Debatte darüber entwickelt. Der Sozialwissenschaftler und Aktivist Holger Marcks, der schon länger für Mieter*innengewerkschaften wirbt, stellt in der Veranstaltung das Konzept vor. Er wird erläutern, mit welchen Problemen entsprechende Initiativen hierzulande konfrontiert wären.

Eine K*schemme-Veranstaltung
Die K*schemme ist ein Ort zum Diskutieren, Vernetzen, Schnacken, Organisieren oder vielleicht auch nur zum nett Klönen. Das „K“ im Namen steht für Kommunismus und damit dafür, dass wir eine grundsätzliche Kritik an dieser patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft haben. Das Sternchen soll deutlich machen, dass Kommunismus für uns die Leerstelle für eine ganz andere Gesellschaft ist, in der wir, mit unseren Bedürfnissen, im Mittelpunkt stehen und in der “alle ohne Angst verschieden sein können”. Er muss von uns noch gelebt und gefüllt werden. Vielleicht kann die K*schemme ein winziger Teil davon sein.