Kalender

Jan
27
Fr
An Auschwitz erinnern @ Infoladen Bremen
Jan 27 um 20:00 – 21:00

An Auschwitz erinnern – zwischen Vergangenheitsbewältigungsweltmeisterschaft und linksradikaler Praxis

Der 27. Januar erinnert uns jedes Jahr an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Das heißt an die Rettung der Wenigen, die bis zu diesem Tag überlebt haben. Das Bewusstsein daran wach zu halten, den Versuch zu unternehmen, das Unverstehbare zu verstehen, gehört zu den zentralen Aufgaben der radikalen Linken und aller Kommunist*innen.

Wir wollen den Jahrestag zum Anlass nehmen, um in der K*schemme mit euch über Erinnerung zu sprechen. Zum einen über die persönlichen Erfahrungen mit dem Erinnern an die Shoah, über die Bedeutung des Erinnerns für die radikale Linke und darüber, welche Praxis dem Gegenstand angemessen wäre.

Zum anderen aber auch darüber, wie aktuell in Deutschland an Auschwitz erinnert wird, mit welcher Form und gesellschaftlichen Funktion und Wirkung von staatlicher Gedenkpolitik wir es zu tun haben.

Eine K*schemme-Veranstaltung.
Die K*schemme ist ein Ort zum Diskutieren, Vernetzen, Schnacken und Organisieren. Das „K“ im Namen steht für Kommunismus und damit dafür, dass wir eine grundsätzliche Kritik an dieser patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft haben. Das Sternchen soll deutlich machen, dass Kommunismus für uns die Leerstelle für eine ganz andere Gesellschaft ist, in der wir, mit unseren Bedürfnissen, im Mittelpunkt stehen und in der „alle ohne Angst verschieden sein können”. Er muss von uns noch gelebt und gefüllt werden. Vielleicht kann die K*schemme ein winziger Teil davon sein.

Die K*schemme findet freitags ab 20 Uhr im Infoladen Bremen, St-Pauli-Straße 10-12, 28203 Bremen, statt. (Hetero)Sexistisches und rassistisches Verhalten hat hier keinen Platz.
Der Ort ist barrierefrei, die Toiletten leider nicht.
Wir freuen uns auf dich!

Jun
30
Fr
G20: Keine Aktion ohne Repression?! @ Infoladen Bremen
Jun 30 um 20:00 – 22:00

Die Ketten sprengen – den Hafen lahmlegen! Shut down the logistics of capital!

Mobilisierungsvortrag zu den Protesten anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg mit Schwerpunkt zu Repression und Solidarität.

Anfang Juli wird in Hamburg der G20-Gipfel tagen. Mit Medienrummel, Polizeiparade und widerlichen Staatschefs. Trump, Putin, Xi Jinping, Erdoğan und co. sind – vielleicht sogar auch persönlich – Schweine, die für unendlich viel vergangenes und vermutlich auch zukünftiges Leid verantwortlich sind. Ihr Austausch durch andere Charaktermasken des Parteien- und Staatszirkus würde aber an den gesellschaftlichen Bedingungen, die sie, ihre Inhalte und Fans hervorgebracht haben, nichts ändern. Die sind in den Produktions- und Eigentumsverhältnissen und ihrem Reproduktionsregime, in Kapitalismus und Patriarchat, zu finden. Nicht zuletzt der Blick nach Griechenland zeigt die Perspektivlosigkeit einer Linken, die so auf den Staat schielt, dass sie dabei die politische Ökonomie nicht mehr sehen kann.

Im Anschluss an ein antiautoritäres, internationales Mobilisierungstreffen in März in Hamburg mit ca. 80 Delegierten aus zwölf Ländern hat sich die Plattform „Shutdown Hamburg“ gebildet, die dazu aufruft, den G20-Gipfel und die internationale Mobilisierung dagegen zu nutzen, um dort anzusetzen, wo es einer Welt, in der Waren frei über die Weltmeere schippern, während zugleich tausendfach Migrant*innen ertrinken, wirklich wehtun kann. Hamburg ist mit seinem Hafen eine wichtige Drehscheibe der deutschen Exportwirtschaft und des globalen Warenverkehrs – und damit die passende Bühne, um Staat und Kapital einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Die Logistik der Produktion als Organisierung des Warentransports ist ein notwendiges Element in der Realisierung des Mehrwerts, ihre Struktur wird deshalb mit dem Anstieg technischer Produktivkraft mit kapitalistischem Zweck immer weiter perfektioniert, und Perfektion heißt dabei: Alle Waren kommen immer schneller und präziser an ihren Zielort, Lagerung und Produktion greifen immer besser ineinander, denn Zeit ist in diesem Fall eben tatsächlich Geld. Dass wir damit auch den Exportweltmeister Deutschland und sein Austeritätsdiktat treffen wollen, versteht sich von selbst. Zugleich ist die Logistik in diesem Jahrhundert das, was im letzten die Fabrik war: Ein Kristallisationspunkt des Konflikts zwischen Kapital und Arbeit. Denn auch wenn die gigantische Warenansammlung global immer noch in klassischer Fabrikarbeit produziert wird, bietet die Logistik einen lohnenden Angriffspunkt, um der kapitalistischen Gesamtscheiße etwas entgegenzusetzen. Das drückt sich in den vielfachen Kämpfen aus, die bereits auf diesem Terrain geführt werden: Die Streikenden bei Amazon, die Lastwagenfahrer*innen, die letztes Jahr in Frankreich die Raffinerien blockiert haben, oder die Hafen-Aktivist*innen von Occupy Oakland.

Der Mobilisierungsvortrag soll aber nicht nur eine Begründung sein warum wir in den Hafen gehen werden.

Repression ist leider ein unliebsamer und ständiger Begleiter der linksradikalen Praxis: Um nicht unvorbereitet in die nächste Aktion zu starten, wollen wir mit euch gemeinsam Repressionen thematisieren: Welche Bereiche umfasst sie eigentlich? Wen oder was müssen wir deswegen schützen? Was bedeutet das Thema für uns persönlich im eigenen Alltag, aber auch für den politischen Kontext, in dem wir unterwegs sind? Welche rechtlichen Hilfsstrukturen existieren eigentlich ? Und was tun wir, wenn der Stress erstmal da ist?
Wir wollen mit euch gemeinsam diskutieren, beraten und den praktische Umgang mit euch besprechen.

Aug
25
Fr
Vessel – feministische Kämpfe um das Recht auf Abtreibung @ Infoladen Bremen
Aug 25 um 20:00 – 22:00

Abtreibungen sind in vielen Staaten immer noch illegal. Dieser Film von Diana Whitten zeigt die Geschichte eines besonderen Projektes: Rebecca Gomperts gründete 1999 die Organisation „Women on Waves“. Auf einem Schiff steuern die Frauen* der Organisation weltweit Staaten an, in denen Frauen* auf legalem Weg nicht abtreiben dürfen. Auf dem Schiff wird den betroffenen Personen Zugang zu den notwendigen medizinischen Technologien gewährt.
Dieser Film gibt einen wichtigen Einblick in ein feministisches Projekt, das Frauen* die Chance gibt, ihr Recht auf Selbstbestimmung wahrzunehmen. Wir würden den Film gerne zum Anlass nehmen, um mit Euch über linke Standpunkte zu Autonomie, Eigenverantwortung und Laizismus zu diskutieren.
Link zum Film: vesselthefilm.com

Eine K*schemme-Veranstaltung
Die K*schemme ist ein Ort zum Diskutieren, Vernetzen, Schnacken, Organisieren oder vielleicht auch nur zum nett Klönen.

Das „K“ im Namen steht für Kommunismus und damit dafür, dass wir eine grundsätzliche Kritik an dieser patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft haben. Das Sternchen soll deutlich machen, dass Kommunismus für uns die Leerstelle für eine ganz andere Gesellschaft ist, in der wir, mit unseren Bedürfnissen, im Mittelpunkt stehen und in der “alle ohne Angst verschieden sein können”. Er muss von uns noch gelebt und gefüllt werden. Vielleicht kann die K*schemme ein winziger Teil davon sein.

Die K*schemme findet Freitags ab 20 Uhr im Infoladen Bremen, St-Pauli-Straße 10-12, 28203 Bremen, statt.
(Hetero)Sexistisches und rassistisches Verhalten hat hier keinen Platz.
Der Ort ist barrierefrei, die Toiletten leider nicht.
Wir freuen uns auf dich!

Dez
15
Fr
…and all I want for Christmas is Communism @ Infoladen Bremen
Dez 15 um 20:00

…and all I want for Christmas is Communism
Jahresendzeit-K * schemme 2017

Weihnachten, Geschenke, Familie, ach du Scheiße… Sattdessen wollen wir lieber miteinander Trinken, Essen, Quatschen, Musikhören, die Feiertage gemeinsam nett überleben.
Das geht am besten mit denen die wir am meisten mögen: Mit unseren Freund*innen, unseren Genoss*innen. Mit all denen wir uns sonst 365 Tage im Jahr gemeinsam “den Laden” um die Ohren schlagen. Ihn versuchen zu kritisieren, zu beschädigen, abzuschaffen und dabei probieren auch noch selber irgendwie heile durch die gesellschaftliche Gesamtscheisse zu kommen. Also mit euch!
Dieses Jahr haben wir zudem etwas ganz besonderes zu feiern: Mit den Genoss*innen von der Antifaschistischen Gruppe Bremen (AGB) gibt es nun eine zweite …ums Ganze!-Gruppe in Bremen. Ein Umstand der gebührend gefeiert gehört!
Deswegen streicht euch schon mal den Freitag, 15. Dezember rot an in eurem Kalender an: Los gehts ab 20 Uhr im Infoladen Bremen, St. Pauli Straße 10-12, 28203 Bremen.
Wir freuen uns schon auf euch!

Eine K*schemme-Veranstaltung.
Die K*schemme ist ein Ort zum Diskutieren, Vernetzen, Schnacken, Organisieren oder vielleicht auch nur zum nett Klönen. Das „K“ im Namen steht für Kommunismus und damit dafür, dass wir eine grundsätzliche Kritik an dieser patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft haben. Das Sternchen soll deutlich machen, dass Kommunismus für uns die Leerstelle für eine ganz andere Gesellschaft ist, in der wir, mit unseren Bedürfnissen, im Mittelpunkt stehen und in der “alle ohne Angst verschieden sein können”. Er muss von uns noch gelebt und gefüllt werden. Vielleicht kann die K*schemme ein winziger Teil davon sein.
Die K*schemme findet Freitags ab 20 Uhr im Infoladen Bremen, St-Pauli-Straße 10-12, 28203 Bremen, statt. (Hetero)Sexistisches und rassistisches Verhalten hat hier keinen Platz.
Der Ort ist barrierefrei, die Toiletten leider nicht.
Wir freuen uns auf dich!

Jul
21
Sa
Stockholm – Auf dem Weg zu einem Generalstreik von unten! @ Infoladen Bremen
Jul 21 um 19:30 – 20:30

Mit den Genoss_innen von der “Autonome Revolitionäre Nordallianz” aus Skandinavien (ARNA)

Die Veranstaltung findet auf englisch statt.

english version beyond

In Schweden gibt es den Vorschlag das Streikrecht in einer Weise einzuschränken, die radikale Gewerkschaften bedroht und die Tür für reformistische Gewerkschaften öffnet.

Dies ist Teil eines größeren Prozesses in Europa, bei dem die Rechte der Arbeiter*innen gezielt angegriffen werden: von Frankreich über Italien bis nach Schweden.
Am 25. August findet in Stockholm eine Massenaktion statt zur Verteidigung des Streikrechts nicht nur in Schweden, sondern in ganz Europa.
In dieser Informationsveranstaltung wollen die Genoss_innen über ihren Aktionsvorschlag infomieren und darstellen, warum dieser, wenn man sich mit Klassenverhältnissen und Sozialen Kämpfen auseinandersetzt, von Bedeutung ist.

In Stockholm soll es neben Streiks und Aktionen eine Fünf-Finger-Taktik geben. Die Mitglieder der Autonomen Revolutionären Allianz und Einzelpersonen aus der Strike back – försvara strejkrätten-Aktion hoffen auf breite internationale Beteiligung an dem wohl ersten politischen Generalstreik von unten, den es je in Schweden gegeben hat.

Schlagen wir zurück in Stockholm und überall!

Weitere Infos:
Strike back – international call https://gatorna.info/threads/strike-back-international-call-1553/

ARNA: Towards a general strike from below https://gatorna.info/threads/towards-a-general-strike-from-below-1597/


english version:

In Sweden there is a proposal to limit the right to strike in a manner that threatens to kill off radical unions and open the door to yellow unions. This is part of a larger process in Europe where workers right are under a concerted attack: from France, to Italy and now Sweden. In Stockholm on the 25th of August there is a mass action to defend the right to strike not only in Sweden but in all of Europe.

In this info meeting you will learn the ins and outs of the proposal and why it matters to you and all of us concerned with working class politics. In Stockholm there will be a five-finger tactic alongside strikes and actions and we hope that we will see a wide international participation in what promises to be the first general political strike from below in modern Swedish history.

Members of the Autonomous Revolutionary Alliance and individuals from the Strike back – försvara strejkrätten-action will participate.

Let’s strike back in Stockholm and everywhere!

Read more here:
Strike back – international call https://gatorna.info/threads/strike-back-international-call-1553/
A
RNA: Towards a general strike from below https://gatorna.info/threads/towards-a-general-strike-from-below-1597/


Eine K*schemme-Veranstaltung.
Die K*schemme ist ein Ort zum Diskutieren, Vernetzen, Schnacken, Organisieren oder vielleicht auch nur zum nett Klönen. Das „K“ im Namen steht für Kommunismus und damit dafür, dass wir eine grundsätzliche Kritik an dieser patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft haben. Das Sternchen soll deutlich machen, dass Kommunismus für uns die Leerstelle für eine ganz andere Gesellschaft ist, in der wir, mit unseren Bedürfnissen, im Mittelpunkt stehen und in der “alle ohne Angst verschieden sein können”. Er muss von uns noch gelebt und gefüllt werden. Vielleicht kann die K*schemme ein winziger Teil davon sein.
Die K*schemme findet Freitags ab 20 Uhr im Infoladen Bremen, St-Pauli-Straße 10-12, 28203 Bremen, statt. (Hetero)Sexistisches und rassistisches Verhalten hat hier keinen Platz.
Der Ort ist barrierefrei, die Toiletten leider nicht.
Wir freuen uns auf dich!

Okt
26
Fr
#Wirsindmehr? Was tun gegen AfD und Rechtsruck? @ Infoladen Bremen
Okt 26 um 20:00 – 21:00

In Bremen ist die AfD traditionell ein jämmerliches Häuflein – und linker Protest gegen die rassistische und sexistische Hetze schon immer größer, bunter, geiler. Von Demos mal abgesehen zeichnet sich aber ein ganz anderes Bild: Bei der Bundestagswahl 2017 erhielt die AfD 8,2% der in Bremen abgegebenen Stimmen. Sind also “Abschirmen”, Auslachen und Anrempeln wirklich die besten Strategien gegen Rechtspopulismus? Wollen wir weiterhin reflexartig reagieren, wenn Nazis laut werden, oder kann Antifaschismus in die Offensive kommen? Wie könnten antifaschistische Strategien und Interventionen aussehen? Wir wollen mit euch diskutieren, wie wir notwendige Abwehrkämpfe mit linker Kritik, solidarischen Netzwerken und politischer Organisierung verbinden können.

“Warten auf den starken Mann…” (OK KID)
Die Zeiten, in denen das gewohnte Übel Neoliberalismus und verräterische Sozialdemokrat*innen waren, über das man als Linksradikale*r täglich schimpfen musste, sind vorbei. Die deutsche Gesellschaft wird politisch zusehends autoritärer und „rechter“.
Das fängt schon im medialen Diskurs an: Das Gerede von Obergrenzen, die Rechten auf der Leipziger Buchmesse, PEGIDA, in der ZEIT wird ernsthaft diskutiert, ob man Geflüchtete in Seenot überhaupt retten solle… Es geht weiter mit dem “starken” Staat, seine neuen Asyl- und Polizeigesetzen. Und es hat seinen – vorläufig – schlimmsten Höhepunkt in bundesweiten Brandanschlägen auf Geflüchtetenwohnungen sowie der Vertuschung und Verharmlosung eines jahrelang mordenden Nazinetzwerks, das auf keinen Fall nur aus drei Verrückten bestand. Dazu zeichnet sich europaweit eine neue “rechte Internationale” ab. Starke Männer scheinen wieder hoch im Trend zu sein.
Also was ist hier eigentlich los?
Viele in der radikalen Linken schwanken zwischen Aktionismus, Ignorieren und Verzweifeln. Aber wir sollten uns nicht „von der eigenen Ohnmacht … dumm machen lassen“ (Adorno).
Deshalb wollen wir mit euch reden – über den Rechtsruck. Klar ist für uns: Die AfD ist nur Ausdruck, nicht Auslöserin der ganzen Scheiße. Aber wo packen wir diesen ganzen Mist an? Kann man wirklich vom Rechtsruck sprechen – ist die Gesellschaft wirklich rassistischer geworden – oder sind die Rassist*innen nur lauter und mächtiger? Muss man über einen drohenden neuen Faschismus sprechen ? Und welche Rolle spielen bei alldem unsere Lieblingsfeinde Staat, Nation, Kapital und Patriarchat?
Lasst uns zusammenkommen, diskutieren, bestärken und kämpfen!

Eine K*schemme-Veranstaltungsreihe.
Die K*schemme ist ein Ort zum Diskutieren, Vernetzen, Schnacken, Organisieren oder vielleicht auch nur zum nett Klönen. Das „K“ im Namen steht für Kommunismus und damit dafür, dass wir eine grundsätzliche Kritik an dieser patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft haben. Das Sternchen soll deutlich machen, dass Kommunismus für uns die Leerstelle für eine ganz andere Gesellschaft ist, in der wir, mit unseren Bedürfnissen, im Mittelpunkt stehen und in der “alle ohne Angst verschieden sein können”. Er muss von uns noch gelebt und gefüllt werden. Vielleicht kann die K*schemme ein winziger Teil davon sein.