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Jul
11
Do
Kick it Like Sweden: Warum Mieter*innen eine Gewerkschaft brauchen @ Kulturzentrum Paradox
Jul 11 um 20:00 – 22:00

Während die Mieten steigen und die Wohnungen vergammeln, wird die Wohnungssuche auch in Bremen immer schwieriger. Dabei werden immer mehr Menschen mit geringen Einkommen an den Stadtrand gedrängt. Angesagte Stadtteile wie die vordere Neustadt oder Walle werden “aufgewertet” – davon haben aber nur die Mieter*innen etwas, die sie sich ihre Wohnung dort auch in Zukunft leisten können. Sicher, trocken und in der Nähe des sozialen Umfelds zu wohnen wird Luxus.
Immer mehr Mieter*innen stehen deshalb im offenen Konflikt mit ihren Hausverwaltungen und Vermieter*innen, schließen sich in Mieter*inneninitiativen zusammen oder beteiligen sich an den bundesweiten Demonstrationen gegen “Mietenwahnsinn”. Aber wie können sich Mieter*innen organisieren, um nicht vereinzelt gegen dieses gesellschaftliche Problem anzukämpfen? Ein Vorschlag lautet: Mieter*innengewerkschaft.

Das Konzept der Mieter*innengewerkschaft ist es, das Gewerkschaftsprinzip aus der Arbeitswelt auf das Wohnen anzuwenden. Wie im Konflikt zwischen Arbeiter*innen und Unternehmer*innen sollen dabei Mieter*innen Interessenorganisationen bilden, die die Mietbedingungen mit den Vermieter*innen verhandeln. Die Forderungen würden mit verschiedensten Kampfmitteln durchgesetzt werden, wenn nötig auch mit einem Mietstreik. Infolge dessen sollen die Mietpreise nicht mehr über den Markt bestimmt, sondern im Rahmen einer Tarifautonomie festgelegt werden. Verbunden damit ist auch die Schaffung eines kollektiven Mietrechts, das ein Recht auf Mietstreik und Mitbestimmungsrechte der Mieter*innen einschließt.
Durch eine Mieter*innengewerkschaft würde zwar nicht das Privateigentum an unseren Wohnungen und der Wohnungsmarkt abgeschafft werden. Sie könnte aber ein nützliches Mittel zur Erkämpfung von besseren Wohnbedingungen sein, indem dem Wohnungskapital ein kollektives Kampfmittel der Mieter*innen entgegen gesetzt wird.

In Schweden ist dieses Modell schon lange Realität. Erkämpft wurde es von einer Mieter*innengewerkschaft, die heute für drei Millionen Mieter*innen verhandelt. In anderen Ländern haben sich in den vergangenen Jahren ebenfalls neue Mieter*innengewerkschaften gebildet. In Deutschland hat sich zumindest eine kleine Debatte darüber entwickelt. Der Sozialwissenschaftler und Aktivist Holger Marcks, der schon länger für Mieter*innengewerkschaften wirbt, stellt in der Veranstaltung das Konzept vor, das wir mit euch diskutieren wollen.

Eine K*schemme-Veranstaltung
Die K*schemme ist ein Ort zum Diskutieren, Vernetzen, Schnacken, Organisieren oder vielleicht auch nur zum nett Klönen. Das „K“ im Namen steht für Kommunismus und damit dafür, dass wir eine grundsätzliche Kritik an dieser patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft haben. Das Sternchen soll deutlich machen, dass Kommunismus für uns die Leerstelle für eine ganz andere Gesellschaft ist, in der wir, mit unseren Bedürfnissen, im Mittelpunkt stehen und in der “alle ohne Angst verschieden sein können”. Er muss von uns noch gelebt und gefüllt werden. Vielleicht kann die K*schemme ein winziger Teil davon sein.

Jul
26
Fr
Wohnungskämpfe organisieren! Aber wie? @ Infoladen Bremen
Jul 26 um 16:00 – 19:00

Wohnungskämpfe organisieren! Aber wie?
Is mol wedder Tiet förn Klönschnack…

Ob als Mieter*inneninitiativen, gegen Zwangsräumungen, mit Stadtteilzentren oder alleine gegen den*die Vermieter*in: In Bremen finden viele Wohnungskämpfe statt. Das liegt aber nicht am besonders radikalen Bewusstsein, sondern daran, dass den meisten Leuten nicht viel anderes übrig bleibt. Denn immer weniger Menschen können oder wollen nicht steigende Mieten, vergammelnde Wohnungen oder gefälschte Nebenkostenabrechnungen erdulden oder, alternativ, wegziehen, und sehen sich deshalb zur Gegenwehr gezwungen. Meistens finden diese Kämpfe aber vereinzelt statt oder werden nur juristisch geführt. In Bremen geben die Menschen durchschnittlich 30 % ihres Einkommens für Miete aus, 18.000 Menschen arbeiten in der Zeitarbeit und mit 9,8 % ist in Bremen der Anteil der Erwerbslosen bundesweit Spitze. Sozialdemokratische „linke“ Parteien, Verbände und Einrichtungen bemühen sich deshalb, diesen Auseinandersetzungen eine auf Politik und Wohnungskapital gerichtete “konstruktive” Richtung zu geben. Sie wissen um die soziale und politische Sprengkraft des Themas und versuchen so, den kapitalistischen Laden noch zusammenzuhalten.

Höchste Zeit also, sich praktische Gedanken um eine politische Verbindung und Vernetzung all dieser Alltagskämpfe zu machen. Ideen dazu gibt es bereits einige, eine der bekanntesten ist der einer Mieter*innengewerkschaft.

Am Freitag, dem 26. Juli, ist deshalb wieder Zeit für einen ordentlichen Klönschnack. Zwischen 16 Uhr bis 19 Uhr sind wir bei Kaffee und Tee, Keksen und Cola im Infoladen Bremen (St.Pauli Straße 10-12, 28203 Bremen) für euch ansprechbar. Ab 17.30 Uhr würden wir uns gerne in einer Runde zu diesem Thema zusammensetzen, uns mit euch über den konkreten Stand der Wohnungskämpfe in Bremen austauschen und vielleicht sogar schon erste Verabredungen für nächste weitere Schritte treffen. Wir freuen uns auf euch!

Aug
30
Fr
Is mol wedder Tiet förn Klönschnack @ Infoladen Bremen
Aug 30 um 16:00 – 19:00

Moin,
is mol wedder Tiet förn Klönschnack!
Du wolltest uns schon immer mal kennenlernen, fragen wie wir eigentlich organisiert sind, was wir so machen und wie du bei uns am besten einsteigen kannst?
Oder einfach nur mal nett informell mit uns gemütlich schnacken? Kein Problem!

Am Freitag dem 30. August ist wieder Zeit für einen ordentlichen Klönschnack! Zwischen 16 Uhr bis 19 Uhr sind wir im Infoladen Bremen (St.Pauli Straße 10-12, 28203 Bremen) bei Kaffee und Tee, Keksen und Cola für dich direkt ansprechbar.

Der Klönschnack ist dabei kein Ersatz für unsere inhaltlichen Veranstaltungsreihen wie z.B. die K*schemme ( http://basisgruppe-antifa.org/wp/kschemme/ ), sondern als Ergänzung gedacht um ungezwungen ins Gespräch kommen zu können.

Wir freuen uns schon auf dich! 😊

Aug
31
Sa
Was ist Rassismus – Am Beispiel des Rassismus gegen Rom*nja @ "United We Stand" Festival
Aug 31 um 16:00 – 18:00

Am 31. August findet erneut das United We Stand – Festival in Bremerhaven statt. Das Festival gibt es seit 2004, organisiert wird es u.a. von dem BDAJ Bremerhaven, der Alevitischen Jugend Bremerhaven und der Sozialistische Jugend – Die Falken Bremerhaven. Auch dieses Jahr erwartet euch wieder eine Mischung aus Workshops und Musik. Und uns!
Wir machen allerdings (zum Glück! 😉) keine Musik sondern würden uns freuen, euch in folgendem Workshop begrüßen zu dürfen:

Was ist Rassismus –
Am Beispiel des Rassismus gegen Rom*nja

Rassismus gehört zu dieser Gesellschaft – und trifft zum Beispiel immer wieder Sintizzi und Romnja.
In diesem Workshop soll es um den Rassismus gegen Rom*nja gehen – welche Bilder benutzt er, welche Konsequenzen hat das? An diesem besonderen Beispiel soll auch deutlich werden, was Rassismus eigentlich ist und wie er wirkt. Im Anschluß soll es dann viel Raum für Diskussion geben und die Möglichkeit, sich weiter über das Thema, über Rassismustheorie und alle weiteren Fragen auszutauschen.

Sep
27
Fr
Is mol wedder Tiet förn Klönschnack @ Infoladen Bremen
Sep 27 um 16:00 – 19:00

Moin,
is mol wedder Tiet förn Klönschnack!
Du wolltest uns schon immer mal kennenlernen, fragen wie wir eigentlich organisiert sind, was wir so machen und wie du bei uns am besten einsteigen kannst?
Oder einfach nur mal nett informell mit uns gemütlich schnacken? Kein Problem!

Am Freitag dem 27. September ist wieder Zeit für einen ordentlichen Klönschnack! Zwischen 16 Uhr bis 19 Uhr sind wir im Infoladen Bremen (St.Pauli Straße 10-12, 28203 Bremen) bei Kaffee und Tee, Keksen und Cola für dich direkt ansprechbar.

Der Klönschnack ist dabei kein Ersatz für unsere inhaltlichen Veranstaltungsreihen wie z.B. die K*schemme ( http://basisgruppe-antifa.org/wp/kschemme/ ), sondern als Ergänzung gedacht um ungezwungen ins Gespräch kommen zu können.

Wir freuen uns schon auf dich! 😊

Okt
9
Mi
Ohne revolutionäre Organisierung gehts (leider) nicht @ Couchcafe im "Glaskasten", VWG, Universität Bremen, Bibliothekstraße 1, 28359 Bremen
Okt 9 um 10:00 – 12:00

Die Basisgruppe Antifaschismus Bremen, Teil des bundesweiten kommunistischen …ums Ganze!-Bündnis, stellt sich vor.

Das kommunistische …ums Ganze!-Bündnis wurde Ende 2006 und die Basisgruppe Antifaschismus Bremen 2008 gegründet um linksradikale Gesellschaftskritik sowohl überregional als auch lokal zu organisieren und handlungsfähig zu machen. Es geht um eine Kritik für die es weder Institutionen noch Parlamente, noch feste Verfahren gibt: Um die Kritik gesellschaftlicher Herrschaft in ihrer Gänze.

Wir wollen keinen sozialeren, multikulturelleren oder straffer regulierten, „nachhaltigen Kapitalismus“, sondern gar keinen!
Um sich sowohl den Alltag erträglicher zu machen – als auch die Weichen zu stellen auf eine Revolution die ihren Namen auch verdient hat – benötigen wir eine revolutionäre Organisierung. Zur Organisierung gehört notwendigerweise auch immer die Debatte um Strategien und Taktiken, bezogen auf gesellschaftliche Konflikte. In der Veranstaltung wird es darum gehen diese Praxis vorzustellen und nachvollziehbar zu machen.
Auf Anfrage Barrierefrei.

Die Veranstaltung ist Teil der kritischen Orientierungswoche 2019 an der Universität Bremen.